Der Parlamentarische Rat!
Deutschland drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Das Land befreit sich nur langsam von seinen äußeren Ruinen. Die innere Zerstörung der einzelnen Menschen braucht noch viel länger zur Heilung. Und doch ist die Zeit gekommen, erste Schritte Richtung Zukunft zu tun. Das Land ist aufgeteilt in die sowjetische, die französische, englische und US-amerikanische Besatzungszone. Die drei westdeutschen Zonen erhielten den Auftrag, eine Verfassung auszuarbeiten - eine Aufgabe für den Parlamentarischen Rat. Insgesamt 61 Männer und 4 Frauen aus allen Parteien erarbeiteten in sieben Monaten das Grundgesetz. Am 08. Mai 1949, genau vier Jahre nach der Beendigung des Krieges, wird das Grundgesetz mit 53 gegen 12 Stimmen beschlossen, am 23.05.1949 trat es dann in Kraft. Doch wer waren die „Mütter und Väter“ des GG?
Vom Museum in den Zukunft
Die Mitglieder des Parlamentarischen Rats waren geprägt durch ihre Erfahrungen in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus. Viele von ihnen hatten politische Verfolgung, KZ, Flucht und Emigration erlebt. Sie setzten sich in einer Zeit, in der es für die meisten Menschen in Deutschland immer noch ums pure Überleben ging, mit den Werten auseinander, die nun seit 77 Jahren unser Zusammenleben bestimmen. Der Auftakt dazu fand im Bonner Museum Koenig statt, eines der wenigen Gebäude mit ausreichend großem Saal, das nicht im Krieg zerstört wurde. Symbolischer hätte es nicht sein können. Vom Museum Richtung Zukunft.